Brünieren erzeugt tiefes Schwarzblau, Ölen bei Hitze ergibt warmes Braun, feines Strahlen und Wachsen schafft seidiges Grau. Wählen Sie nach Holzart und Raumlicht. Eiche liebt Kontraste, Ahorn mag kühle Zurückhaltung. Teststücke helfen, Reflexe und Fingerabdrücke zu beurteilen. Wichtig bleibt dünn und mehrlagig zu arbeiten, mit genug Zeit zwischen den Gängen. Schreiben Sie Rezepturen mit Temperaturen, Zeiten und Mischverhältnissen auf, damit Ergebnisse bei Serienmöbeln reproduzierbar bleiben.
Leicht gebrochene Kanten schmeicheln der Hand, gezielte Schlichthammerspuren verleihen Rhythmus. Ein weicher Radius an der Manschettenfuge lässt Licht fließen, ohne den Griff zu stören. Nutzen Sie Punzenmuster sparsam, um Übergänge zu betonen. Bedenken Sie, dass jede Textur Schmutz sammelt und Pflege fordert. In stark frequentierten Möbeln funktionieren feinere Spuren besser. Fotografieren Sie Zwischenschritte, prüfen Sie im Streiflicht, und lassen Sie das Auge entscheiden, nicht nur das Messwerkzeug.
Verbindungen gewinnen, wenn man ihnen Alter gönnt. Eine feine Wachs-Öl-Mischung schützt, ohne zu versiegeln, damit Patina leben darf. Kleine Messing- oder Kupferscheiben unter Nietköpfen setzen warme Akzente und erleichtern spätere Demontage. Achten Sie auf Kontaktkorrosion, trennen Sie unverträgliche Metalle durch Lackpunkte oder Papierlagen. Hinterlassen Sie innen eine diskrete Gravur mit Datum und Initialen. Solche Spuren erzählen künftigen Reparierenden, wie sie respektvoll weiterarbeiten können.
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